Sonntag, 28. Dezember 2008

Bin stramm, oder schlingernd auf dem Heimweg!


Es ist Sonntag. Bei knapp drei Grad Celsius, trocken und Sonnenschein sehe ich ihn...

über den Gehweg schlingern.
Eine jämmerliche Gestalt, männlich, ca. 1,70 m groß, Armeestiefel, Hose (camouflage, grau/weiß), grünes Sweatshirt, schwarze Jacke und – sternhagelvoll!
Die blonden, schulterlangen und verfilzten Haare wiegen im Takt zum Schaukelschritt. Er versucht vergebens, eine PET-Bierflasche über die Straße zu kicken. Die am Reißverschluss der Jacke befestigten – ich vermute es handelt sich um drei Plüsch-Schlüsselanhänger – Figuren befinden sich in einer grotesken Kreiselbewegung, als er einen Schritt vor den nächsten setzt.

So ein D.... - ich stehe hier mit meinem Fahrrad und komme nicht gleich weiter. Natürlich einen Plattfuß. Ebenso natürlich am Hinterrad. „Bin Stramm“ kommt derweil schwer atmend näher, verharrt kurz, übergibt sich jedoch nicht und marschiert zielstrebig weiter in Richtung Tankstelle.

Jetzt aber zügig den Reifen flicken, bevor mir der Knabe auf dem Rückweg vor das Fahrrad pendelt.

Zur Mittagszeit stramm, was für ein Leben! In diesem Sinne – prost, Teufel und Großmutter...

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